Achterbahn der Gefühle

Montag.

Am Morgen wachte ich mal wieder mit einem Lied auf den Lippen auf. Das passiert öfter. ;-) Dieses Mal hatte es den Refrain: Danke Herr Jesus, hab Dank....., dieses Lied kenne ich kaum oder singe es eigentlich kaum. Cool Aber in jedem dieser Lieder ist eine Botschaft versteckt, das spüre ich.

Ich war recht gut drauf, aber irgendwie ist heute wieder ein sehr unzufriedener Anteil oben, der auch überhaupt kein Selbtswert hat. Sehr empfindlich ist, was die Stimmung des Gegenübers fast auffrisst und die Stimmung somit beeinflusst wird.

Wieder und wieder die negativen Stimmen, die mir einreden wollen. Ich kann nichts, hab nichts und werde nie was erreichen. Das ist sehr anstrengend und lähmt die Aktionen, die ich eigentlich tun sollte. Nichts geht gerade mehr.

Um 16 Uhr habe ich Seelsorge. Ich weiß, dass ich viel zu bearbeiten habe. Heute werde ich wahrscheinlich wieder da sitzen und mit dem Seelsorger und verschiedenen Anteilen diskutieren. Wenn wir das nicht sortiert bekommen, wird es wieder chaotisch. Ich habe so viele Anliegen, so vielen Themen die besprochen werden wollen. Aber jeder Anteil meint, seins ist das Wichtigste.

Ich habe in 7 Tagen Geburtstag, mein Geburtstag ist jedes Jahr ein sehr anstrengendes Ereignis. Seit ich denken kann und mir "Geburtstag" bewusst ist. Nein ich mag es einfach nicht. Ich durfte als Kind keinen Geburtstag feiern, bis auf 2-3 Ausnahmen. Aber an die Erinnere ich mich nicht wirklich. Waren sicher nicht so toll. Für mich bedeutet es jedes Jahr Verletzung, egal in welcher Richtung. Ich werde 50 und es gibt keinen einzigen Anteil der in mir ist, der annähernd 50 ist. Daher kann ich schon gar nicht feiern. Aber ich habe sehr süße Freunde, nicht viele. Aber das ist auch nicht wichtig. Diese Freunde werden den Tag mit mir verbringen, damit ich nicht ins Chaos stürze oder etwas blödes passiert. Vor paar Monaten, als ich noch tiefer in der Depression war, dachte ich..das ist mein Todestag.

Also der Tag ist geplant. Allen Anteilen werde ich es eh nicht recht machen. Die Kleinen werden wohl hintenan stehen müssen. Aber es bleibt ihnen die Blümchenkaffeetassen und langweilige alte Menschen erspart.

Morgens werde ich zum Frühstück abgeholt, von meinem Seelsorger/Freund/Bruder/Pastor/Vater (jeder Anteil nennt ihn anders. Da gab es auch schon Chaos, erzähle ich mal irgendwann ausführlicher.)

Dann gehen Ruth, ich und eine andere Schwester aus der Gemeinde einen Ausflug machen. Da es mich voll überfordert, habe ich ihnen gesagt, sie sollen aussuchen, was wir machen

könnten. Ich habe da null Idee. (alle Anteile wollen was anderes) Weinen

Am Abend gehe ich noch mit drei weiteren Leuten zum Abendessen.

Was wichtig ist, dafür Dankbar zu sein. Ich kenne Menschen, denen geht es an runden Geburtstagen noch viel schlechter und sind Alleine. Das es bei mir nicht so wie bei Anderen läuft, dass bin ich fast schon gewöhnt. Vielleicht sollte ich mir echt mal angewöhnen, mir zu sagen: Gerade weil ich Anders bin als Andere, bin ich was Besonderes ;-) . Auch mal ein Ansatz!

Kennt ihr das, dass ihr was plant, euch freut und es am Ende doch kaputt macht und dafür sorgt, dass nichts daraus wird. Menno, darin bin ich richtig gut, im negativen Sinne.

Ich wollte mit einem Bekannten und seinen Kids in den Skyline-Park gehen, damit die kleinen Anteile und Teens auch zum Zuge kommen (klingt für euch, die sich mit Egostates nicht auskennen, sicher komisch, oder? Es hat NICHTS mit Multipel zu tun. Aber bald werde ich auf das Thema eingehen) . Ich merkte etwas und habe es dahin gelenkt, denke das ich das irgendwie automatisch gemacht habe, dass es nicht zum Skyline kommt. Dann wollten die Teens in ein Konzert, der vernünftige Anteil NICHT. Also abgesagt. Und jetzt...wars das wohl. ;-(

Wenn ich mir hätte wünschen können, wie ich den Geburtstag hätte feiern können hätte ich es so gewollt: (gibt so einige Ideen, die aber auf Grund meines Daseins nicht möglich sind)

1. Ich hätte eine Schiffsreise gemacht

2. Ich hätte eine Band eingeladen und eine riesen Party mit meinen Freunden geschmissen

3. Wenn ich Familie hätte, dann auch mit ihnen gefeiert.

Aber ich habe ja die Familie Dei (was auch immer das bedeutet, ich werde es erfahren) und neben all den Ängsten und der heftigen Traurigkeit, weil ich den meisten Menschen egal bin, freue ich mich schon auf den Tag mit meinen engen und sehr wichtigen Freunden.

Soviel Gedanken...bäh, nicht gut.

So langsam muss ich in die Gänge kommen, denn ich muss in die Gemeinde zur Seelsorge.

Es beginnt gerade zu regnen und Gewitter...klar!

Ich melde mich am Abend noch mal und wünsche Euch einen richtig guten Tag!