mein erster Poetry "kalte Welt"

 

Poetry

kalte Welt

 

 

Schritte tun,

Schritte wagen, in einer Welt wo sie dich schlagen ob mit Worten oder mit der Hand – Die Welt sie vermisst die Liebe, die Wärme. Es wird immer kälter, wir erfrieren es wird kalt.

 

Sie tragen ihre Masken, Gefühle sind und werden uns fremd. Da ist die missbrauchte Frau, das Kind – der Mann ohne Hemd.

Menschen sehen den Menschen nicht mehr, niemand schaut mehr über den Tellerrand, alle laufen – laufen gegen die Wand.

 

Sie merken es nicht, sie sehen nicht. Wie die Welt vergeht, weil jeder nicht mehr den Kopf dreht, um zu sehen wie es dem anderen geht.

 

Die Depression wird verlacht, die Not verschwiegen – sich selbst in Sicherheit zu wiegen, dass ist das Motto dieser neuen Welt, was zählt ist nicht mehr die Zeit für den Anderen, es ist nur noch das Geld.

Hast du keins oder nur wenig, bist du raus – gehörst nicht mehr dazu,

Fängst an zu jammern, weil dein Herz jeden Tag mehr bricht,

Doch es kommt nur ein Müdes „lass mich in Ruh“.

 

Der Mann wird zum Macho, hat verlernt seine Frau zu Ehrn, will sie verbiegen.

Frau sieht nur noch den Körper und stählt ihn wie eine Maschine, denn sie muss ja mit fünfzig wie eine zwanzig Jährige wirken.

 

Die Welt ist verdreht, es zählt die Macht, doch was bringt sie, wenn es wird Nacht?

Nacht die dem Tag nicht mehr weicht – weil es nicht mehr leicht, in dieser Welt.

Familien die zusammenhalten, sind nur noch selten und am erkalten.

 

Einsam in Wohnungen da sind die neuen Helden, dieser verkorksten Welt.

Alte Menschen, Menschen die nicht mehr dazu gehören, die nach Anerkennung und einer Hand sich sehnen.

Doch wer reißt sie heraus?

 

Tränen die nicht mehr trocknen, Wunden die nicht mehr heilen. Was ist das für eine Welt, wo Menschen in helfenden Berufen auch müssen nur noch eilen?

Zehn Minuten um den Menschen zu besuchen, ein Lächeln vielleicht, beim Windelwechseln oder dem unsanften duschen?

Wo ist die Zeit, die so kostbar ist für den Anderen, der sich nach dir ausstreckt, der Hand die er greifen möchte. Sie greift, kurz..Es ist so kalt.

 

Kinder die am Morgen in Krippen gebracht werden, ohne zu wissen wie es dort ist, für das Kind, was sich nach der Mutter sehnt.

Die arbeiten muss, das Kind in Sicherheit wähnt.

 

Schlagzeilen über Schlagzeilen gibt es in den Medien – sie sind ungeliebt und abgestellt, in unsrer kalten Welt.

Am Abend die Eltern müde von der Arbeit, haben wieder keine Zeit, für das was das kostbarste sein sollte, aber es ist nur Schein- Schein den es zu wahren gilt, denn deine Freunde haben Kinder – weil es so gehört, das man dazugehört.

Auf Kosten der Kleinen, ein Ansehen, ein Scheinen was von Menschen geschaffen.

Auf Kosten der Liebe, der Aufmerksamkeit.

 

 

41 Menschen nehmen sich das Leben – wann? In der Minute!

Ist es das was wir anstreben?

Wer sieht sie, wer sieht ihr verstummendes Lächeln - Was sie an den Tag legen, wenn sie versuchen,

zu Leben aber im inneren  jeden Tag verfluchen.

Sie wollten fliegen, sein vielleicht wie du.

Der, wie alle anderen eine Maske trägt, um dabei zu sein, zu SEIN, in der Welt voller Schein.

 

Tode, Kriege, Missbrauch dunkle Wolken, werden betrachtet – Gefühl fehlt, wir stumpfen  ab. Weil uns das normal erscheint, dies alles zu sehn und es wird nicht mehr beachtet.

 

Menschen mit tiefen Gefühlen, die sich wehren, diese Masken zu tragen. Diese werden aussortiert, weil sie es wagen, den Mund zu öffnen und zu klagen.

Was mit uns passiert – wie man nur noch marschiert, hintereinander auf das Unglück zu. Wenn wir nicht aufpassen, ich und du.

 

Seelen erkranken und frieren, egal was wir riskieren – es ist dunkel um uns herum und was können wir tun?

Sein wie die Welt oder raus aus der Dunkelheit in der jeder schreit?

Ich habe es gefunden für mich, das Licht. In meinem Dunkel mit Tränen die ich jeden Tag neu weine. Weil ich es erfahren habe, wie es ist – zu sein ohne Licht.

 

Doch da ist einer der mir Menschen zur Seite gestellt, wo die Welt wird wieder ein bisschen erhellt.

Auch diese Menschen treiben oft in diesem Strom, doch immer wieder hören sie den mahnenden Ton...nicht weiter zu gehen.

Eine Sekunde zu stehn, den Menschen zu sehn. Dafür hat ER ihnen die Augen geöffnet – Liebe ins Herz gegeben um hin zu gehen,

Die Wunden zu sehn.

 

Du fragst dich wer es ist, der das Dunkel zerbricht. Es ist der Herr, der Herrn – der mehr als gern, uns retten will aus dieser Welt, die irgendwann wird vergehen.

Vergehen, deshalb, dass Gott neues schaffen kann, wo der Löwe liegt beim Lamm.

Etwas neu zu schaffen, was wir uns können nicht denken, doch er wird es lenken und es uns aus Liebe schenken.

 

Ich freue mich darauf und danke für Seine Gnade, die mich aus dieser Welt reißen wird und mir ein neues Leben schenkt.

Ich werde vielleicht den traurigen Weg weiter gehen, doch weiß ich, ich werde sehen.

Das Kind, die Frau, die Alten und Schwachen, ich werde versuchen mit ihnen zu lachen.

Sie zu trösten, zu lieben – so werde ich es machen. Durch den, der es durch mich tut.

Mein Herr, dem mein Leben gehört. ER tut mir gut.

 

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